Vor einigen Tagen bin ich zu einer (für mich) wichtigen Erkenntnis gekommen:
Eine ToDo-Liste (= Noch unbedingt Stricken – Liste) verdirbt einem regelrecht den Spaß an der Sache. Es ist in Ordnung, wenn man Dinge notiert, aus welchem Garn man ein bestimmtes Modell stricken möchte. Oder daß man für das nächste Paar Socken das Muster xy verwendet.
Diese Notizen sind hilfreich und stören nicht.
Aber Sachen wie “In diesem Jahr noch fertig bekommen“ und darunter 15 Teile auflisten, wobei die selbgestrickten Weihnachtsgeschenke noch gar nicht mitgenannt wurden – Leute, das ist tödlich!
Ich habe es selbst bei mir festgestellt. Eine nette Liste mit dem Titel “Stricken 2009“ hatte sich gebildet.
Letztens laß ich sie noch einmal durch, strich ein Projekt raus, weil es hinfällig geworden war und dann sah ich mir diese doch recht lange Auflistung noch einmal genauer an.
“Bist Du eigentlich bescheuert?!“ kam mir in den Sinn.
“Ja!“ war die einzige richtige Antwort.
Denn, es ist Anfang August,  ich habe 3 Tücher als WIPs/UFOs und auf der Liste standen noch 8 Teile, die ich unbedingt noch in diesem Jahr stricken wollte.
Streß pur – was soll der Blödsinn? Achja, die Socken und der Schal zu Weihnachten waren nicht aufgelistet. Ich mußte also unbedingt an dieser Liste etwas ändern.
Gestrichen habe ich sie nicht, denn sonst weiß ich wirklich nicht mehr, was ich aus einer bestimmten Wolle machen wollte.
Aber der Titel “Stricken 2009“ ist weg. Stricken – ja, unbedingt in diesem Jahr – Nein.
Eine gute Auswirkung dieser eigentlich kleinen Änderung: es macht mir gerade gar nichts aus, daß ich beim Maskenball-Tuch erst mitten im Hinweis 3 stecke.
Ob ich danach eines meiner anderen Tücher fertig stelle oder etwas neues dazwischen schiebe, keine Ahnung.
Aber ich werde mich nicht weiter verrückt machen. Schließlich soll Stricken mich entspannen und nicht stressen.

Some days ago I came to an important conclusion, at least to me.
A ToDo-list spoils the fun of knitting.
It’s ok to write down things like, use this yarn for a certain pattern. Or use a certain pattern for the next pair of socks.
These notes are helpful and don’t destroy anything.
But things like „Finish this year“ and then list about 15 parts, without the knitted christmas gifts – folks, that’s deadly!
I noticed myself. A nice list with the subject “To knit in 2009“ had evolved.
Recently I read through it, deleted a project from the list because it got obsolete and then I took a closerr look at the whole list.
“Are you nuts?!“ I asked myself.
“Yes!“ was the only correct answer.
See, it is already in the beginning of august, I have 3 shawls as WIPs laying around and on this list there were 8 more things I was desperate to knit this year.
Pure stress – what’s all this nonsense?
Oh, the socks and the scarf for Christmas were not written down. I really had to work on the list.
I didn’t delete it because then I won’t know which pattern I wanted to use with a special yarn.
But the subject “To knit in 2009“ is gone. Knitting – yes, desperately finish this year – No.
A good effect of this little change: it doesn’t matter to me now that I’m only in the middle of clue 3 of the “Masked Ball“ shawl.
If I will finish another of my WIP-shawls afterwards or if I will begin something new I don’t know.
But I won’t make myself mad. In the long run knitting is meant to be relaxation and not stress.